Die BĂ€ren sind los

 

„DIE BÄREN SIND LOS!!“, schrie Ansgar durch das Zirkuszelt. Panik breitete sich unter den Statisten aus. Die HochseilkĂŒnstler verzogen sind auf das Drahtseil, die Clowns versteckten sich mit 25 Leuten und 50 ĂŒbergroßen Schuhen in einem Mini, die Pudel auf den EinrĂ€dern gaben Hackengas und brausten davon.

Nur einer stellte sich den BÀren. Der unerschrockene Tiger-BÀndiger Graf von Burg Klippenbrecher. Seine Peitsche im Anschlag, den typischen Tiger-BÀndiger-Klappstuhl in der anderen Hand, pirschte er sich mit erhobener Brust Richtung Hinterausgang, wo er ein bÀrenknurren vernahm.

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Ich sehe was, was du nicht siehst.

„Mama! Maaaamaaaa! Ich sehe was, was du nicht siehst“, schallte es unten aus der KĂŒche, wĂ€hrend ich einmal in Ruhe meine GeschĂ€fte im Badezimmer erledigen wollte.

„Maaaaamaaaa! Ich sehe was, was du nicht siehst“, donnerte es wieder hoch.

Ich rollte mit den Augen und pustete mir den Pony aus dem Gesicht, wĂ€hrend ich vertrĂ€umt auf meine BlĂŒmchen-Unterhose an meinen Knöcheln starrte.

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Was hat denn Udo JĂŒrgens bitte damit zu tun?

Was hat denn Udo JĂŒrgens bitte damit zu tun

„Ich möchte nur eins von dir wissen. Wie möchtest du heute sterben?“

Kennt ihr den Song „Ich war noch niemals in New York“ von Udo JĂŒrgens?
Ich scheiß auf Hawaii, ehrlich, New York ist mir wahrscheinlich auch viel zu voll und ich hasse Touristen 
 aber ich will unbedingt nach Kanada. Elche sehen und diese riesigen AhornblĂ€tter in ihren herbstlichen Farben anfassen.

Ihr habt doch mit Sicherheit auch einen Traum?
Und genau dieses scheiß Ding hĂ€lt mich am Leben. Ich summe den Song oft vor mich hin. Die anderen MĂ€dchen halten mich deswegen schon fĂŒr verrĂŒckt.
Ich halte ihr Winseln und die Hoffnung auf Mitleid fĂŒr verrĂŒckt.  Weiterlesen

Meine perfekte Reispfanne

Meine perfekte Reispfanne

Meine Reispfanne schmeckte fantastisch. Innerlich klopfte ich mir selbst auf die Schulter, dass ich auf dem Markt mal frische GewĂŒrze gekauft hatte und nicht mehr diese billigen, einhundert Jahre gelagerten im Supermarkt.

Meine Geschmacksnerven jubilierten mir zu, als ich plötzlich einen kalten Hauch im Nacken verspĂŒrte und sich meine kleinen ArmhÀÀrchen aufstellten.  Weiterlesen