LiteratOur Lesung im Café Piano Lingen


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Am 24. April war es endlich soweit. Nachdem Kursleiterin Elisabeth Tondera Monate nach einer passenden Location gesucht hatten, konnten wir unsere Geschichten im Lingener Café Piano den Zuhörern präsentieren.

Das Café Piano ist bekannt für seine kreative Atmosphäre und gute Küche. Für einen gelungenen Abend, griff die Küche unser Motto auf. Wir gehen mit unseren Geschichten auf Tour, dafür wurden wir auf eine kleine kulinarische Reise der persischen und mexikanischen Vorspeisen geschickt.

Tomaten Baguette

Leckeres Baguette mit Tomaten, Zwiebeln und frischen Kräutern. (c) Petra Arentzen

Serviert wurden kleine Tomatenbrote, gebratene Auberginen mit frischem Knoblauch, persischer Kartoffelsalat, verschiedene Dips, frische Aufstriche mit diversen Kräutern und weitere Variationen aus Fleisch und Gemüse.

Kräuter Aufstrich Baguette

Baguette mit einem Quark-Kräuter Aufstrich. Foodporn deluxe! (c) Petra Arentzen

Nachdem wir uns alle gestärkt hatten und der eine oder andere eine vegane Fritz Limo getrunken hatte, eröffnete Elisabeth den Abend. Egal wie nervös man war oder wie gerne man sich nun vor dem Abend gedrückt hätte, jetzt war alles zu spät!

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Elisabeth begrüßt zur Lesung im Café Piano. (c) Petra Arentzen

Den Anfang machte Klara Böker. Es ist nicht leicht, die Erste an so einem Abend zu sein, hat aber auch seine Vorteile, denn danach kann man sich entspannt zurücklehnen, während der Rest noch mit schlotternden Knien auf seine 5 Minuten Aufmerksamkeit wartet.

Klara las uns ihre Geschichte „Ein grausames Verbrechen“ vor. Entstanden ist sie, nachdem ihr überhaupt nichts einfiel und sie eine Folge „Der Tatortreiniger“ sah. Ein Verbrechen sondergleichen, mit einem charmanten Ende, welches die ca. 35 Zuhörer zum lachen brachte.

Direkt nach Klara präsentierte Ann-Christin Benner uns ihre Geschichte „Der Strafverteidiger“. Auch Ann-Christin wusste nicht mehr genau, wie sie auf die Geschichte gekommen war. Sie entführte uns ein paar Minuten in die Welt eines skrupellosen Strafverteidigers, der am Ende doch noch seine menschliche Seite zum Vorschein brachte.

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Patricia Ens konzentriert sich auf „Armin Müller“. (c) Petra Arentzen

Patricia Ens las ihre Geschichte „Armin Müller“ vor. Ein Mann in einem Krankenhaus, dem der tägliche Trott mehr als bekannt vorkommt. Er trinkt seinen Tee und macht sich auf den Weg. Auf den Weg zu Armin Müller. Und Armin weiß noch nicht, dass er sich nicht mehr von seiner Familie verabschieden kann.

Gefolgt von Patricia, durften wir uns an der Geschichte von Joachim Berke erfreuen. Joachim erzählte uns, wie er 1952 Casablanca im Kino sah und einen der besten Anmachsprüche ever, später am lebenden Objekt probierte. Wie „Die fromme Vermieterin“ darauf reagierte, werde ich euch hier jedoch nicht verraten!

Joachim Berke Lesung

Joachim und seine verklemmte Vermietern. (c) Petra Arentzen

Nach Joachim wurde es ein klein wenig gruselig. Stefanie Harms-Ensing, ganz neu im Kurs, griff einen Horrorklassiker auf. Zwei Touristen gehen auf Wanderschaft, verlaufen sich, landen in einer Höhle und dann passiert, was in Horrorhöhlen so passiert.

Bunt wie unsere Geschichten und Autoren, war auch dass Publikum. Damit alle Zuhörer sich wohl fühlen und die Stimmung nicht zu drückend werden würde, war nun Gudrun Hüsing mit ihrer „15 Minuten bis Buffalo“ Geschichte an der Reihe. Wie ein Marathonläufer fast sein Ziel verfehlt hätte und dann doch durch Zuspruch der Zuschauer ins Ziel fand. Gudrun schreibt schon viele Jahre mit Elisabeth Geschichten und dementsprechend gekonnt und seriös las sie vor. Nicht, wie der Rest der Schisser, die wir an dem Abend waren.

Als letzte von unseren jüngsten Autorinnen, las Rena Bahns „Allein in der Dunkelheit“. Die anfängliche Nervosität war schnell verflogen und Rena las uns mit ruhiger Stimme ihre Helloween Geschichte vor, die mit einem bösen Streich endete.

Nach Rena musste ich dran glauben. Egal wie oft man schon vor vielen Leuten irgendwas vorgelesen oder erzählt hat, Lampenfieber hat man immer. Ich trug „Darf ich mich vorstellen? Geralds Sofa, angenehm!“ vor. Mit ein wenig naivem Sarkasmus in der zittrigen Stimme, hatte ich die Lacher schnell auf meiner Seite. So war es dem gemischten Publikum wahrscheinlich relativ egal, dass sie sich köstlich über die Geschichte eines Serienkillers amüsiert hatten.

Zum Abschluss wurde es dann ein klein wenig erotisch. Bärbel Schmale hatte in einer Unterrichtsstunde bei Elisabeth eine kleine Chanel No. 5 Probe, aus einem verschlossenem Kästchen geangelt. Bärbel schreibt schon viele Jahre erotische Geschichten, präsentierte heute jedoch zum ersten Mal eine vor Publikum. Die Nervosität stand ihr ins Gesicht geschrieben, davon konnte sich an dem Abend aber keiner von uns freisprechen. Nach einem überraschenden Ende, bedankte sich Elisabeth im Namen aller Autoren bei den Zuhörern für den gelungenen Abend, und die Besucher verließen mit einem Lächeln im Gesicht das Café.

Alles in allem passte die Lesung sehr gut in das kreative Ambiente des Cafés. Viele handwerkliche Kleinigkeiten stehen und liegen dort aus, die alle käuflich erworben werden können. Neben persischem Essen auf der Karte, werden auch vegaterische, vegane und laktoseifreie Speisen und Getränke angeboten. Ein Besuch lohnt sich also! Damit dieser aber nicht umsonst ist, sollte für die Abendstunden immer ein Tisch reserviert werden, da im Café auch handwerkliche Kurse angeboten werden.

Wir werden auf jeden Fall weiter Touren und alle Termine rechtzeitig bekannt geben. Wir freuen uns auf zahlreiche Zuhörer!

 

Café Piano Lesung

(c) Petra Arentzen

Café Piano Lesung

(c) Petra Arentzen

 

Café Piano Lesung

(c) Petra Arentzen

Café Piano Lesung

(c) Petra Arentzen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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